Rippenbruch (Rippenfraktur)

Die häufigste Verletzung des menschlichen Rumpfes ist eine Rippenfraktur (Fraktur = Knochenbruch). Auch wenn die Fraktur der Rippe (oder mehrerer Rippen) in der Regel von alleine wieder ausheilt, so sind die genaue Prüfung des Bruchs durch einen Arzt und die richtige Behandlung trotzdem wichtig. Wir erklären, was der Rippenbruch ist und wie er behandelt wird.

Wie entsteht eine Rippenfraktur?

Zunächst muss man wissen, dass die Rippen den Brustkorb des Menschen formen, wobei es zwölf Rippenpaare gibt, die man von oben nach unten abzählt.

Jede Rippe ist hinten an der Wirbelsäule über kleine Gelenke befestigt. Durch ihre Bogenform treffen Sie vorne, am Brustbein, wieder aufeinander und sind mit diesem über kleine Knorpelstücke verbunden. Zusammen mit Brustbein und Wirbelsäule bilden die Rippen den menschlichen Thorax (= Brustkorb) aus. In diesem liegen unter anderem die Lunge und das Herz, aber auch die Luft- und Speiseröhre.

Obwohl die Rippen beweglich sind, umgeben Sie die innenliegenden Organe als Schutz. Insgesamt ist der Brustkorb sehr stabil und es bedarf normalerweise großer Kräfte, um eine Rippe zu brechen. Die Ausnahme sind pathologische Faktoren, bei denen es weitere Ursachen für eine Fraktur gibt. Die Osteoporose zum Beispiel ist häufig bei älteren Menschen (mit-) ursächlich für einen Rippenbruch, da der Knochen nicht mehr die Stabilität junger Jahre aufweist.

Ursachen und Symptome bei Rippenbruch

Von den Knochenbrüchen, die ein Mensch erleiden kann, kommt eine Rippenfraktur (unter anderem neben dem Armbruch oder Beinbruch) recht häufig vor. Nicht alle Rippen brechen dabei gleich häufig, sondern meistens handelt es sich um einen Bruch der vierten bis neunten Rippe.

Die häufigsten Ursachen sind Stürze oder starke Schläge, wie sie beim Sport oder Unfall geschehen. Dabei ist eine Rippenfraktur immer äußerst schmerzhaft und insbesondere das Atmen, aber auch Niesen, Husten und das Liegen auf der betroffenen Stelle (beim Schlafen) sind oft schmerzhaft. Die Gabe von Schmerzmitteln ist praktisch unerlässlich.

Man unterscheidet bei der Rippenfraktur zwischen einem vollständigen Bruch und einer angebrochenen Rippe, bei der diese nur einen feinen Riss hat, aber ansonsten intakt ist.

Ähnliche Schmerzen und Symptome, wie sie bei einer Rippenfraktur auftreten, werden übrigens auch durch eine Rippenprellung verursacht. Hier ist die Rippe nicht gebrochen, sondern nur geprellt und das umliegende Gewebe ist verletzt.

Ein häufiges Symptom sind Probleme beim Atmen, insbesondere auch aufgrund der Schmerzen. Die betroffene Person atmet flacher und nicht mehr tief aus. Eine Lungenentzündung droht.

Sofern sich eine Rippe verkantet, kann sie die Lunge stark verletzten. Sind mehrere Rippen gleichzeitig gebrochen, so kann der darunter liegende Lungenflügel unter Umständen nicht mehr ausreichend belüftet werden. Beides kann unbehandelt lebensgefährlich sein. Unter Umständen sind im schlimmsten Fall eine künstliche Beatmung und / oder eine Drainage (operativer Eingriff) notwendig.

Aufgrund der möglichen Komplikationen sollte also bei einer Rippenfraktur ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose Rippenfraktur

Die Fraktur von Rippen gehört immer in die Hand eines Arztes. Zunächst wird der Arzt die Stelle vorsichtig in Augenschein nehmen und abtasten.

Durch bildgebende Verfahren, in der Regel zunächst nur durch einfaches Röntgen, prüft der Arzt den Bruch und vergewissert sich, dass keine Knochenfragmente die Lunge oder anderes Gewebe verletzen. Ist das Röntgenbild nicht eindeutig, wird häufig ein CT zur Ergänzung gemacht.

Behandlung eines Rippenbruches

Nur in äußerst seltenen Fällen müssen die gebrochenen Teilstücke der Rippe wieder operativ miteinander verbunden werden. Der häufigste Fall ist, dass die Rippen selbst bei mehreren Frakturen (man spricht von Rippenserienfrakturen) durch umliegende Muskeln und Knochenhaut in der richtigen Position gehalten werden. Dann wachsen sie von selbst wieder zusammen.

Die wichtigste Behandlung eines Rippenbruches liegt in der Therapie der Schmerzen. Es ist wichtig, die oben beschriebene flache Atmung (Schonatmung) zu vermeiden, da ansonsten eine Lungenentzündung droht (die Lunge wird nicht ausreichend belüftet). Häufig wird aus genau diesem Grund eine Atemtherapie verschrieben, bei der ein Therapeut dem Patienten erklärt, wie er trotz der Schmerzen optimal ein- und ausatmet. Besonders bei Patienten, die bettlägerig sind (z.B. aufgrund weiterer Brüche oder nach einer Operation) müssen Atemtherapie und Krankengymnastik als Maßnahmen getroffen werden.

Es ist daher wichtig, dass kein Patient mit einer Rippenfraktur den Helden spielt und die Schmerzen einfach abtut. Die Gefahr einer Lungenentzündung oder einer anderen verschleppten Komplikation ist einfach zu hoch. Wer unter einer Funktionsschwäche der Nieren oder Leber leidet, sollte die Blutwerte während der Einnahme von Schmerzmitteln engmaschig vom Arzt kontrollieren lassen.

Darüber hinaus gilt, dass Bewegung erlaubt ist und auch der Kreislauf, z.B. durch flottes Spazierengehen, in Schwung gebracht werden sollte.

Ein richtiges Training oder anstrengende Tätigkeiten sollten vermieden werden. Es versteht sich von selbst, dass auch gefährliche Arbeiten, die eventuell den Brustkorb gefährden, bis zur Ausheilung nicht erfolgen dürfen.

Besonders wichtig ist es, Verschlechterungen beim Atmen, wie z.B. Luftnot, aber auch Kreislaufprobleme umgehend einem Arzt zu melden. Wer Komplikationen rechtzeitig durch einen Arzt behandeln lässt, muss wenig befürchten.

Fazit

Eine Rippenfraktur gehört in ärztliche Hände. Die Diagnose muss durch bildgebende Verfahren gesichert sein und die Art des Bruches feststehen. Der Arzt wird die richtigen Maßnahmen einleiten. Glücklicherweise jedoch heilen die meisten aller Rippenfrakturen problemlos und ohne weitere Folgen für den Patienten ab.

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