Was sind Marisken? Entstehung & Behandlung

Eine Mariske ist ein Hautläppchen, welches im Analbereich auftritt. Diese vergrößerten und weichen Fältchen, die Marisken, sind im Grunde ungefährlich für Sie. Sie werden aber von den meisten Menschen als störend und unschön empfunden. Während Hämorrhoiden eine rötliche, livide und gut durchblutete Struktur aufweisen und sich gut reponieren lassen, sind Marisken die Anhängsel der perianalen Haut, die sich nicht in den Analkanal zurückdrängen lassen. Vorbeugen können Sie bei Marisken, indem Sie auf eine optimale Analhygiene achten. Durch Analabszesse und Ekzeme kann die Bildung gefördert werden. Pflegen Sie den Analbereich jedoch immer sanft und nachhaltig. Es gibt hierfür spezielle Produkte für die Intimhygiene.

Probleme, Vorbeugung und Behandlung mit Salben

Wenn sich die Marisken entzünden, dann können die Symptome sehr stark an die einer vergrößerten Hämorrhoide erinnern. Männer neigen ab dem vierzigsten Lebensjahr und Frauen oftmals schon ab dem zwanzigsten Lebensjahr zur Bildung von Marisken. Man nennt die Marisken „symptomatische Marisken“, wenn diese anschwellen und sich knotenartig verändern. Marisken können schmerzen und es gibt hierfür Salben, die die Reizung bzw. die Entzündung lindern. Durch dünnen Stuhlgang oder zu eng anliegende Unterwäsche können Sie diese verursachen. Daher ist die richtige Unterwäsche ein Teil der Vorbeugung. Mit Zinksalbe lassen sich die Marisken behandeln. Das Zinkoxid bildet dann ein Netz aus Fibrin, welches den Wundverschluss beschleunigt. Dadurch entstehen neue Eiweiße, die das Gewebe an der Entzündung nicht nur ersetzen, sondern auch die Oberfläche sozusagen abdichten. Auch die Ringelblumensalbe und Salben mit „Dexpanthenol“ können Sie für die Behandlung einsetzen. Beginnen Sie frühzeitig mit der Pflege, damit sich nicht aus den juckenden bzw. schmerzenden Marisken ein Analekzem entwickelt.

Therapiemöglichkeiten und Operation bei Marisken

Wann eine Marisken OP sinnvoll ist, entscheidet immer der Facharzt. In der Regel ist eine Entfernung nicht erforderlich, doch viele Menschen empfinden die Marisken als hinderlich. Grundsätzlich ist eine OP risikoarm und es treten keine Komplikationen auf. Unter örtlicher Betäubung wird der hervorstehende Hautlappen entfernt. Direkt nach dem Eingriff können die Betroffenen wieder nach Hause und zwei Wochen später ist der Genesungsprozess bereits abgeschlossen. Auch mit einer herkömmlichen Hämorrhoidensalbe lassen die Marisken behandeln. Der Wirkstoff „Lidocain“ beruhigt die Reizungen und lindert die Entzündungen. In der Schwangerschaft neigen Frauen besonders oft zu Marisken, hier muss die Anwendung von Lidocain-Salben mit dem Arzt abgesprochen werden. Auch ohne Operation können Sie Marisken mit den erwähnten Salben in den meisten Fällen in den Griff bekommen.

Gründe für die Entstehung von Marisken

Grundsätzlich sind neben der Analhygiene und falscher Unterwäsche die Gründe für die Entstehung der Marisken noch nicht bekannt. Man weiß jedoch, dass Operationen im Anusbereich das Auftreten von Marisken fördern. Auch nach der Schwangerschaft treten sie häufig auf. Marisken werden durch innerliche und äußerliche Einflüsse der Haut im Analbereich gefördert. Die Fachärzte unterscheiden zwischen sekundären und primären Marisken. Die primären Marisken erkennt man durch das verstärkte Hautwachstum, das ohne erkennbare Gründe auftritt. Die sekundären Marisken basieren auf einer Vorerkrankung (Vorpostenfalte). Da viele bei Marisken und Hämorrhoiden den Weg in die Apotheke scheuen, gibt es inzwischen etliche Online-Apotheken, die ein umfangreiches Sortiment an Salben anbieten, die den Heilungsprozess fördern.

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