C-reaktives Protein (CRP)

Im Jahre 1930 wurde erstmalig eine Substanz im Serum von einem Patienten entdeckt, der an einer akuten Entzündung litt. Diese Substanz im Serum reagierte mit den C-Polysacchariden der Pneumokokken. Bei dem CRP handelt es sich um eines von mehr als 30 Akute-Phase-Proteinen, bei denen die Konzentration im Blut bei einer Entzündung im Körper stark anzeigt. Für die Bildung von dem CRP sind die sogenannten Hepatozyten verantwortlich, welches besonders durch Interleukin-6 getigert wird. Es handelt sich biochemisch also um einen Parameter, welches aus insgesamt 206 Aminosäuren besteht. Dabei ist zu beachten, dass die Halbwertszeit 24 Stunden beträgt.

Was ist CRP überhaupt?

Bei dem C-reaktives Protein handelt es sich um ein Protein, das in der Leber gebildet und dabei in das Blut abgegeben wird. Dieses Protein gehört der Familie der Pentraxine an. Zusammen mit Ferritin, Haptoglobin sowie Fibrinogen und Caeruloplasmin gehört das CRP zu den sogenannte Akute-Phase-Proteinen. Hierbei handelt es sich um Eiweiße im Blut. Wie bereits erwähnt, steigen diese Eiweiße im Blut bei einer Entzündung im Körper an. Dabei bilden die bakteriellen Infektionen die stärkste Stimulation.

Ärzte ziehen das CRP als sogenanntes unspezifischer Entzündungsparameter bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen herangezogen. So ist es möglich, den Schweregrad der Krankheit festzustellen. Dabei müssen Ärzte allerdings beachten, dass die CRP-Konzentration im Plasma der Krankheitsaktivität immer zeitverzögert ist. Die Verzögerung liegt dabei zwischen 12 bis 24 Stunden.

Die Akute-Phase-Reaktion

Bei der Akute-Phase-Reaktion handelt es sich einfach betrachtet um die erste Antwort vom Körper auf diverse Gewebebeschädigungen. Dazu gehören unter anderem Infektionen, Traumata oder aber Operationen und Malignome. Dabei versucht der Körper, dass das Gewebe vor einer totalen Destruktion geschützt wird. Außerdem versucht er dabei die Homöostase aufrechterhalten werden.

Neben den APPs sind vor allem auch die Zytokine bei diesem Prozess beteiligt. Dabei soll versucht werden, die Toxine zu eliminieren oder diese zumindest lokal einzugrenzen. Da diese durch ein Labor gemessen werden können, ist es möglich, dass die beteiligten Parameter genutzt werden können.

Wichtig zu wissen: Das C-reaktives Protein ist nicht krankheits- oder organspezifisch!

Die Wirkungsweise von C-reaktives Protein

Das C-reaktives Protein ist in der Lage dazu, die Pathogene als körperfremd zu markieren. Dazu Es opsoniert es die Pathogene. Des Weiteren sorgt es dafür, dass die Makrophagen in ihrer phagozytären Wirkung verstärkt werden können. Durch das CRP ist es möglich, genaue Parameter für den Verlauf von einer im Körper befindlichen Entzündung aufzustellen und dementsprechend zu reagieren und Therapien vorzuschlagen.

Dabei ist die Sensitivität sehr hoch, was gut ist. Denn schon bevor Fieber auftritt und auch bevor sich die Leukozyten entwickeln, steigt bereits das CRP im Blut an. Dabei erfolgt der Anstieg in einem Zeitfenster von sechs bis zwölf Stunden nach dem Beginn von einer Entzündungsreaktion. Sollte es sich um einen bakteriellen Infekt handeln, so kann ein stärkerer Anstieg vom CRP beobachtet werden als es bei viralen Infektionen der Fall ist. Um die genaue Infektionsursachen voneinander unterscheiden zu können, ist es immer ratsam, auch das Procalcitonin, kurz PCT, zu bestimmen. Das wird vor allem bei den besonders schweren Infektionen sowie einer Sepsis als Verlaufsparameter empfohlen.

Die Werte im Serum und was diese Aussagen?

< 10 mg pro Liter Hierbei handelt es sich um einen Normwert. Handelt es sich allerdings um ältere Menschen, so ist der Wert leicht erhöht.
10 – 50 ml pro Liter Hierbei handelt es sich um eine leichte bis mittelschwere Entzündung. Diese ist in der Regel lokal. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Raucheranamnese handelt und auch in der Schwangerschaft liegt der Wert in diesem Bereich.
> 50 ml pro Liter Hier ist der Wert schon recht hoch, sodass im Körper eine schwere Entzündung im Körper vorhanden, welche selbstverständlich behandelt werden sollte.
< 100 ml pro Liter Dieser Wert ist leider viel zu hoch und lässt darauf schließen, dass eine schwere bakterielle Infektion im Körper vorliegt. Dabei kann es sich um eine Sepsis handelt. Auch Morbus Crohn, eine Pneumonie oder eine Meningitis können vorliegen. Rheumatische Erkrankungen können nun auch der Grund dafür sein, dass der Wert im Blut so hoch ist.
< 200 ml pro Liter Ein solch hoher Wert tritt zum Beispiel bei Verbrennungen auf.

 

Wichtig: Bei Kindern kann es vorkommen, dass dieser Wert schon bei kleineren und leichten Infektionen stark erhöht ist, sodass Eltern nicht direkt in Panik verfallen sollten.

Wie wird der CRP Wert festgestellt?

Wenn der Arzt den CRP Wert im Körper feststellen möchte, wird Blut abgenommen, welches anschließend ins Labor eingeschickt und dort untersucht wird. Nur so ist es möglich, unterschiedliche Parameter zu bestimmen. Um den Verlauf bestmöglich festzustellen, wird oft innerhalb von 24 Stunden zwei Mal Blut abgenommen und eingeschickt. Durch diese Entzündungswerte kann über das individuelle Blutbild festgestellt werden, ob es im Körper eine chronische oder akute Entzündung gibt. Das wird auch dann angewendet, wenn sich Ärzte nicht sicher sind, woher die Schmerzen kommen. Das CRP ist ein Eiweiß, welches in der Leber als Reaktion auf eine Entzündung gebildet wird und anschließend ins Blut gelangt. Normale Werte liegen dabei bei bis zu 5 mg auf einen Liter Blutserum. Die Werte von bis zu 50 mg pro Liter sprechen dabei für eine eher leichtere Entzündung und Werte von über 100 mg für eine schwere Entzündung im Körper des Patienten.

 

Video von J. Grunau über seine eigene Erfahrung mit CRP-Werten im Blut

In diesem Video erklärt er, welche Faktoren Einfluss auf den CRP-Wert haben und warum nur der CRP-Wert alleine keine Aussagekraft hat.

C-reaktives Protein (CRP) CRP ist eines der „akut-Phase-Proteine“, das sind Proteine, die von der Leber produziert werden, um das Eindringen von Fremdantigenen zu bekämpfen.

CRP ist ein klassischer Vertreter der Akute-Phase-Reaktion und kann bei massiven Entzündungsprozessen um mehr als Faktor 100 ansteigen. Die Synthese erfolgt in der Leber und wird vor allem durch Interleukin-6 stimuliert. Bei Entzündungsreaktionen kommt es zu einem CRP-Anstieg mit einer Latenz von 6-10 Std. (Verdoppelungshalbwertzeit: 8 – 10 Std.)

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