Asthma Attacken: Wie gefährlich sind sie?

Auch wenn die Ursachen für Asthma noch weitestgehend im Dunklen liegen, sind Asthma Attacken durchaus sehr real. Vollkommen plötzlich und unerwartet überkommt eine solche Attacke die Betroffenen und lösen häufig Panik aus, da man keine Luft mehr bekommt. Aber sind die Attacken auch tatsächlich gefährlich? Dieser Frage wollen wir in unserem Beitrag einmal nachgehen?

Was passiert bei einem Asthmaanfall?

Bei einem akuten Asthmaanfall verkrampfen und verengen sich ganz plötzlich die Bronchien. Es kommt zu einem Bronchospasmus. Zur gleichen Zeit schwellen die Schleimhäute an und erschweren die Atmung zusätzlich.

Was ist der Status asthmaticus?

Hierunter versteht man einen sehr gefährlichen und mitunter lebensbedrohlichen Anfall oder eine Reihe von schweren Anfällen, die sich über Stunden oder gar Tage hinweg ziehen können. Auch die Standard-Therapien helfen dann nur noch wenig. Es muss sehr schnell und dringend ein Arzt aufgesucht bzw. der Notruf geholt werden, wenn es zum Status asthmaticus kommt.

Mit welchen Symptomen muss man bei einer Asthma Attacke rechnen?

Ein Asthmaanfall äußert sich in

  • Atemnot, die plötzlich und unerwartet auftritt,
  • einer Art Pfeifen beim Atmen,
  • andauernden Hustenattacken
  • einem Engegefühl im Brustbereich und
  • einer erhöhten Frequenz beim Atmen.

So fühlt sich Asthma ungefähr an

Wenn man selbst nicht unter Asthma leidet, kann man sich die Pein der Betroffenen kaum vorstellen. Um sich doch ein annäherndes Bild zu machen, machen Sie doch einmal Folgendes: Halten Sie sich die Nase zu und atmen Sie ausschließlich einige Zeit durch einen Strohhalm durch den Mund ein und aus. Sie werden schnell merken, dass sie viel weniger Luft in die Lungen bekommen und sich bedrückt fühlen. So in etwa müssen Asthmatiker immer leben.

Welche Auslöser sind für eine Asthma Attacke bekannt?

Obwohl die Ursachen für ein Asthma nicht hinreichend geklärt sind, so sind doch einige Auslöser von Attacken bekannt, zu denen unter anderem gehören:

  • Pollen, Tierhaare und Hausstaub,
  • kalte Luft, Zigarettenrauch und Abgase,
  • Stress und Medikamente.

Gerade im Winter sind Asthmatiker daher besonders gefährdet. Nicht nur wegen der kalten Luft, sondern insbesondere wegen den zu dieser Zeit besonders aktiven Erkältungs- und Grippe Erregern. Kommt es zu einer Infektion, können sich die ohnehin empfindlichen Lungen, Bronchien und Schleimhäute weiter entzünden und so das Krankheitsbild verschlimmern.

Was kann man bei einem Asthmaattacke tun?

In der Regel können leichtere Asthmaanfälle durch drei Methoden gestoppt oder zumindest gelindert werden:

  1. Die Lippenbremse: Dabei atmet der Betroffene durch die Nase ein und durch den spitzen, leicht geöffneten Mund besonders langsam und kontrolliert aus.
  2. Ruhe bewahren: Ganz wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen, da dies die Symptome noch weiter verschlimmert. Auch wenn es wirklich schwer fällt, muss man Ruhe bewahren und versuchen sich mental zu entspannen.
  3. Einsatz des Inhalators: Für den Notfall sollte der Patient immer und überall seinen Notfall Inhalator dabei haben, wie z.B. das Foster® Asthmaspray . Dies verschafft in den meisten Fällen sofortige Linderung und hilft, wieder besser atmen zu können.

Wenn es sich um einen besonders schweren Anfall handelt oder wenn die Maßnahmen nicht greifen, muss sofort der medizinische Notruf herbeigeholt werden. Dieser kann weitere Maßnahmen einleiten wie z.B. die Gabe von Sauerstoff oder auch Medikamenten. Auch die Gabe von Magnesiumsulfat hat vielfach gute Ergebnisse gezeigt.

Wie kann man einen Asthmaanfall verhindern?

Wirklich verhindern kann man einen Attacke nicht. Man kann jedoch einiges dafür tun, um mögliche Risikofaktoren zu minimieren. Besonders wichtig ist es, bekannte Auslöser zu meiden, soweit es geht.

Wenn man beispielsweise weiß, dass Zigarettenrauch einen Anfall auslösen kann, darf man sich nie in die Gesellschaft von Rauchern begeben und muss zum Beispiel eine private Party, auf der geraucht wird, meiden.

Schwierig wird es bei Auslösern, auf die man keinen direkten Einfluss hat bzw. die man nicht sehen kann wie z.B. Autoabgase. Hier kann man nur versuchen, sich von besonders stark befahrenen Straßen fern zu halten. Unter Umständen muss man sogar erwägen, von der Stadt aufs Land zu ziehen.

Fazit

Eine Asthma Attacke kann unter Umständen lebensbedrohlich sein. Im ersten Schritt sollte man stets Ruhe bewahren und seinen Inhalator mit dem Notfallmedikament zur Hand haben. Hilft dies nur wenig, könnte es sich um eine gefährliche Form eines Anfalls, dem Status asthmaticus, handeln der den sofortigen Ruf des Notfalldienstes erforderlich macht.

Quellen

  • Ni H, Naing C, Aye SZ. Magnesium sulfate for acute exacerbations of chronic obstructive pulmonary disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 1. Art. No.: CD013506. DOI: 10.1002/14651858.CD013506. Accessed 04 May 2022.
    cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD013506/full

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