Aphte: Ursache, Behandlung, Hausmittel

Probleme mit der Mundhöhle sind immer unangenehm. Egal ob es sich um Pickel, Lippenherpes, eine verbrannte Zunge oder schmerzende Zahnfleisch handelt. Unangenehmerweise ist es im Mund aufgrund der Schleimhäute besonders schmerzhaft. Auch die Aphte, eine Entzündung der Mundschleimhaut, ist sehr unangenehm und oft schmerzhaft. In diesem Artikel beschreiben wir, was eine Aphte ist, welche Ursachen sie hat und wie man sie behandeln kann, auch mit Hausmitteln.

Die Aphte – was ist das?

Eine Aphte (manchmal auch Aphthe oder Afte geschrieben) ist ein kleines Geschwür im Mundraum, die meist wie ein milchiges, unförmiges Bläschen aussieht und von einem roten und entzündlichen Saum umgeben ist. Solch eine Aphte (medizinisch: orale Aphthose ) kann praktisch überall im Mundraum entstehen, zum Beispiel auf dem Zahnfleisch, der Mundschleimhaut, direkt an der Lippe, der Zunge, aber auch weiter hinten im Rachenraum, zum Beispiel an den Tonsillen (Mandeln).

Aphten können sehr klein sein und gerade einmal 1 mm Durchmesser haben, besonders große Aphten erreichen jedoch auch 2-3 cm. In der Regel korreliert die Schmerzhaftigkeit mit der Größe (je größer die Aphte, umso schmerzhafter).

Die meisten Aphten heilen von alleine wieder ab, wobei man von mindestens 5-7 Tagen ausgehen muss. Manche Aphte jedoch benötigt zum Ausheilen auch mehrere Wochen. Große Aphten, die tieferliegendes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen haben, hinterlassen unter Umständen eine Narbe.

Interessant ist, dass das Geschwür in der Mundhöhle zwar in jedem Alter auftreten kann, jedoch mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Ausbildung sinkt. Etwa 15% der deutschen Bevölkerung leidet zudem an chronisch wiederkehrenden Aphten und Mundfäule.

Ursache einer Aphte

Die genauen Ursachen für die Entstehung einer Aphte sind nicht geklärt. Tatsache ist, dass häufig mehrere Betroffene innerhalb einer Familie zu finden sind, sodass man die genetische Veranlagung als einen Faktor ausmachen kann. Darüber hinaus weiß man, dass Stress, hormonelle Veränderungen und bestimmte Nahrungsmittel (vor allem Aromaten und Milchprodukte wie Käse) eine Aphte hervorrufen könnten. Nachgewiesen ist, dass bei Patienten mit Glutenunverträglichkeit eine Aphte entstehen kann, wenn Gluten verzehrt wird. Auch der Konsum von künstlichen Aromen wie in Softdrinks oder Süßigkeiten (Fruchtgummi) begünstigen die Ausbildung einer Mundfäule mit Aphten an Lippe, Rachen oder Mund. Auch die Zusammensetzung der Mundflora, dem Bakterienfilm auf der Schleimhaut, hat Einfluss auf die Mundgesundheit. Auch Viren stehen im Verdacht, der Human Herpes Virus Typ 6 (HHV6) bleibt im Menschen ein Leben lange im Körper, so können selbst „Gesunde“ Menschen diesen Virus noch übertragen, vor allem in der Mundschleimhaut ist die Reproduktion von Viren sehr aktiv. Die Apthe kann also ein Zeichen von „Stress“ im Mundraum sein, welcher dazu führt, dass diverse Herpes-Viren ausbrechen und entsprechende Zellen infizieren welche sich Entzünden und Bläschen bilden, ähnlich beim Herpes Simplex dessen aktiver Ausbruch sich in Form einer Beppe auf der Lippe zeigt.

Tipp: putzen Sie Ihre Zähne vorsichtig. Bei zu viel ausgeübtem Druck kann es zu Schäden an der Mundschleimhaut oder dem Zahnfleisch kommen, woraus sich in der Folge eine Aphte bilden kann.

Behandlung: Aphte behandeln

Zunächst sei angemerkt, dass eine Aphte keiner Behandlung bedarf. Sie heilt in der Regel nach einiger Zeit (mehrere Tage bis Wochen) von alleine ab. Sie ist auch nicht ansteckend.

Chronische Aphten lassen sich bis heute auch nicht vollständig ausheilen, was bedeutet, dass diese immer wieder kehren können und meist auch werden.

Dennoch ist das kleine Geschwür oft schmerzhaft und kann auch Jucken und Brennen. Aus diesem Grund werden häufig mit verschiedenen Mitteln die Schmerzen behandelt. Diese Mittel werden meist äußerlich angewendet und enthalten lokal betäubende Stoffe (z.B. Lidocain), entzündungshemmende Stoffe und antibakterielle Stoffe. Die meisten modernen Mittel kommen dabei als Mundgel oder Salben daher.

Hausmittel gegen Aphten

Da es Aphten schon immer gab, gibt es natürlich auch Hausmittelchen, die unsere Vorfahren bereits eingesetzt haben.

Das wohl bekannteste Mittel bei einer Aphte ist die Kamille. Am besten nimmt man hier eine Tinktur aus Kamille. Diese gibt es zum Beispiel in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder im Internet. Mit der Tinktur wird nun mehrmals täglich der Mund ausgespült. Der Alkohol wirkt desinfizierend und die Kamille aufgrund ihrer antibakteriellen und antientzündlichen Wirkung heilend.

Häufig wird auch echtes australisches Teebaumöl gegen eine Aphte eingesetzt. Teebaumöl wirkt antibakteriell und antiviral. Es ist wichtig, dass sie die Aphte nur vorsichtig mit dem Öl betupfen. Am besten verwenden Sie ein Wattestäbchen und tupfen nur drei bis viermal täglich. Teebaumöl ist sehr aggressiv und Sie sollten es nicht schlucken und nicht an die restliche Schleimhaut kommen lassen.

Viele Betroffene schwören auch auf die Aloe Vera Pflanze. Man kann einerseits die Aphte mit dem Saft der Blätter die Aphte betupfen (am besten wieder ein Wattestäbchen verwenden) oder aber auch ein fertiges Aloe Vera Mittel kaufen, wie zum Beispiel eine Mundspülung, eine Salbe oder ein trink-Gel. Prüfen Sie jedoch vorab, ob das entsprechende Mittel zur Anwendung im Mundraum geeignet ist und vermeiden Sie am besten Mittel, die viele Zusatzstoffe beinhalten.

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