Schlupflider

Hangende Oberlider, die im Volksmund auch als Schlupflider bezeichnet werden, lassen das Gesicht älter, abgespannt und müde aussehen. Von Blepharochalasis, wie Schlupflider in der medizinischen Fachsprache heißen, sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Wir erklären in den folgenden Zeilen, welche Ursachen für die Blepharochalasis vorliegen, wann Betroffene einen Arzt aufsuchen sollten und wie sich die unschönen Hängelider behandeln lassen.
In Zusammenarbeit mit kosmetikstudio-wiesbaden.de ist dieser Artikel entstanden.

Was sind Schlupflider?

Bei Schlupflidern handelt es sich um eine Fehlstellung des Oberlides. Der obere Teil wölbt sich nach vorne und hängt an der Seite auch über den Lidrand hinaus. Es ist eine akute und wiederholt auftretende Oberlid-Schwellung, die in der Regel nach geraumer Zeit von alleine wieder verschwindet. Bei Patienten mittleren Alters bleibt sie jedoch oft auch dauerhaft bestehen. Meist treten Schlupflider beidseitig auf. Sie entstehen entweder durch den natürlichen Alterungsprozess oder sind angeboren. Durch diese Senkung des Augenlids wirkt der Betroffene müde und meist auch älter, als er tatsächlich ist.

Mögliche Ursachen für Schlupflider

Das Oberlid kann ebenso durch eine altersbedingte Bindegewebsschwäche erschlaffen, als auch durch wiederkehrende Augen-Ödeme, die schmerzfrei und unbemerkt verlaufen. In einigen Fällen kann auch eine Lähmung des Fascialis oder ein Gewebe-Überschuss im Augen Ringmuskel (Fettprolaps) Schuld an der Entstehung von Schlupflidern sein.

Meistens sind Schlupflider aber ein rein kosmetisches Problem, dass durch den Verlust der natürlichen Spannkraft der Haut bedingt ist. Das Auftreten von Blepharochalasis wird zudem stark begünstigt von einer ungesunden Lebensweise: Durch zu wenig Schlaf, hohen Alkoholkonsum, falsche Ernährung oder das Rauchen altert die menschliche Haut deutlich schneller.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Besonders Menschen, die großen Wert auf ein makelloses Aussehen legen, sehen in Schlupflidern ein großes psychisches Problem. Oft werden die Augenlider als schwer empfunden und können sogar Kopfschmerzen herbeiführen. In besonders schweren Fällen kann es sogar zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes kommen, sodass der Blick nach oben und unten oder zur Seite eingeschränkt ist. Hier ist das Risiko für Unfälle natürlich groß.

Wann zum Arzt?

Nicht immer muss bei Schlupflidern ein Arzt zurate gezogen werden. Erst wenn der Betroffene sich mit den Beschwerden unwohl und psychisch belastet fühlt oder das Gesichtsfeld des Patienten eingeschränkt wird, ist ein Arztbesuch notwendig. In der Regel richtet sich die Behandlung nach der Grunderkrankung und wird von einem Augenarzt durchgeführt. Wer unter psychischen Problemen leidet, sollte zudem einen Psychologen aufsuchen, denn nur so können letzten Endes die Beschwerden der Blepharochalasis vollständig eingeschränkt werden.

Therapie & Behandlung

Mit einer operativen Oberlid-Straffung können die Schlupflider langfristig entfernt werden. Auch eine Unterspritzung mit Botox ist eine oft gewählte Behandlungsmaßnahme. Nicht zuletzt haben Betroffenen noch die Möglichkeit, sich einer Radiage zu unterziehen.

Die gebräuchlichste Methode ist jedoch die Lidstraffung, die ambulant mit Laser oder Skalpell durch einen Facharzt für ästhetische Chirurgie vorgenommen wird. Bei dem Eingriff wird die überschüssige Haut sowie ein großer Teil des Fettgewebes herausgeschnitten. Mitunter kann dabei auch ein Teil des Lid-Schluss-Muskels entfernt werden. Die Naht setzt der Chirurg genau in der Umschlag-Falte des Auges, damit später keine sichtbaren Narben zurückbleiben. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und dauert etwa 60 Minuten. Nach der Operation sind Schwellungen und Hämatome im Bereich der Augen sichtbar, die nach etwa einer Woche wieder verschwinden.

Augenbrauen-Senkungen können zudem mit Botox unterspritzt werden. Allerdings muss diese Behandlung etwa alle 4 bis 6 Monate wiederholt werden, weil Botox vom Körper abgebaut wird. Dies ist natürlich nicht nur anstrengend, sondern auch kostenintensiv.

Die Radiage ist hingegen ein neuartiges Verfahren, bei der das Oberlid mithilfe der Radio-Frequenz-Technologie erhitzt wird. Dies führt dazu, dass sich das Kollagen in der Haut zusammenzieht und die Schwellungen verschwinden. Die Radiage ist relativ kostengünstig und hat den Vorteil, dass der Patient direkt nach dem Eingriff wieder vollständig belastbar ist. Je nach Beschaffenheit der Haut können dabei aber auch mehrere Behandlungen erforderlich sein. In wenigen Monaten ist jedoch das endgültige Ergebnis sichtbar. Jedoch muss die Radiage alle ein bis drei Jahre wiederholt werden.

Vorbeugung

Um Schlupflidern vorzubeugen, die durch eine altersbedingte Bindegewebserschlaffung entstehen, ist eine gesunde Lebensweise von essenzieller Bedeutung. Nicht zu viel Stress, ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und zumindest ein eingeschränkter Konsum von Nikotin und Alkohol tragen dazu bei, dass das kosmetische Problem – wenn überhaupt – erst deutlich später auftritt.

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