Der Eisprung (Ovulation)

Alle wichtigen Informationen zum Thema Eisprung. Mädchen, die in die Pubertät kommen, müssen sich zum ersten Mal mit ihrer Menstruation auseinandersetzen. Anfangs häufig noch ein schönes Gefühl, endlich dazuzugehören, betonen viele Frauen nach einigen Zyklen, dass die Zeit der Periode doch nicht so spannend ist.

Zum weiblichen Zyklus gehört aber nicht nur die Menstruation, sondern auch der Eisprung. Das sind die Tage, an denen Frau schwanger werden kann.

Wer sich noch nie mit dem eigenen Zyklus und dem eigenen Eisprung beschäftigt hat, der sollte dies unbedingt nachholen.

In diesem Artikel lesen Sie die wichtigsten Fakten zu diesem Thema.

Was ist der Eisprung und welche Bedeutung hat er?

Die Ovulation ist einer der bedeutendsten Zeitpunkte im Zyklus einer Frau – vor allem, wenn sie schwanger werden möchte. Wer auf natürliche Verhütungsmethoden wie beispielsweise natürliche Familienplanung setzt, der weiß, dass er zu dieser Zeit zusätzlich mit Kondom oder Diaphragma verhüten muss.

Grundsätzlich versteht man unter Eisprung den Moment, in dem die Eizelle in den Eileiter gestoßen wird. Die Eizelle verlässt den Eierstock. Forschungen besagen, dass die Eizellen bereits bei der Geburt des Mädchens vorhanden sind. Die Eizellen befinden sich im Follikel und die Eierstöcke beheimaten über eine Million solcher Eizellen. Durch das Älterwerden der Frau und die häufigen Eisprünge sterben die Eizellen langsam ab und werden weniger (mit jedem Eisprung). Jeden Monat reifen mehrere Eizellen heran – das passiert in der ersten Phase des Zyklus. Der dominanteste Follikel lässt zum Zeitpunkt des Eisprungs eine Eizelle los, die dann eventuell befruchtet werden kann. Dieser Vorgang passiert deshalb, da der dominante Follikel Östradiol ausschüttet. Durch diesen Vorgang nimmt die Produktion des luteinisierenden Hormons zu und sorgt dafür, dass das Follikel platzt. Nun ist die Eizelle frei und wartet auf die Befruchtung.

In jungen Jahren der Frau spielt der Eisprung meist noch keine so große Bedeutung – erst, wenn es darum geht, endlich schwanger zu werden, richtet sich der Fokus vieler Frauen auf das Thema Eisprung. Frauen, die hormonell verhüten, haben keinen Eisprung, denn dieser wird durch die Zusammensetzung des Präparats unterdrückt. Erst nach Absetzen der Pille, des Rings, des Pflasters oder nach Entfernen der Spirale findet der weibliche Körper in den natürlichen Zyklus zurück. Dazu gehört dann der Eisprung genauso wie die richtige Periode.

Wie wird man schwanger?

Schwanger werden Frauen dann, wenn sich die Eizelle und das Spermium verbinden, d.h. dass hierfür mehrere Faktoren stimmen müssen.

Das hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Ist die Eizelle noch fruchtbar?

  • Wie lange können die Spermien überleben?

Nur, wenn der Geschlechtsverkehr genau zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfindet, kann die Eizelle befruchtet werden. Garantie gibt es aber auch hier keine!

Die Spermazellen sind ca. bis zu 5 Tage im weiblichen Körper überlebensfähig, d.h. dass Sex vor dem Eisprung theoretisch auch zu einer Schwangerschaft führen kann. Die Eizelle hingegen kann nur bis zu einem Tag befruchtet werden.

Ist man sich dieser Informationen bewusst, kann man das Wissen gut zur Verhütung und zum Planen des Nachwuchses einsetzen.

Experten behaupten, dass Geschlechtsverkehr zwei Tage vor dem Eisprung häufig noch effizienter ist, um schwanger zu werden. So müssen Pärchen, die sich Nachwuchs wünschen, nicht alles am Tag des Eisprungs auf eine Karte setzen.

Wie erkennen Frauen den Eisprung?

Wer keinen Kalender führt, der muss seinen Körper erst richtig kennenlernen, um zu verstehen, wann dieser den Eisprung hat. Einzelne Frauen spüren den Moment des Eisprungs – das trifft aber nicht auf jede Frau zu. Des Weiteren sollte man sich auf dieses Gefühl (also zum Beispiel ein Ziehen im Unterbauch) nicht verlassen, wenn es darum geht, richtig zu verhüten.

Es gibt einige Symptome, die viele Frauen während des Eisprungs wahrnehmen können. Wenn Sie aber keines davon spüren, dann sollten Sie sich keine Gedanken machen. Denn nicht jede Frau kann etwas fühlen.

Frauen, die mit NFP (Natürliche Familienplanung) verhüten, messen täglich ihre Temperatur und prüfen den Zervixschleim (Sekret, das vom Gebärmutterhals abgesondert wird). An diesen beiden Punkten können Frauen erkennen, ob sie den Eisprung haben oder nicht. Die Temperatur ist während der fruchtbaren Tage höher und die Menge des Zervixschleims nimmt zu. Auch die Konsistenz ist eine andere. Viele Frauen beobachten, dass der Zervixschleim in der Mitte des Zyklus (Eisprung) flüssiger und durchsichtiger wird.

Wenn Sie den Zervixschleim noch nie überprüft haben, dann können Sie das entweder mit einem Finger oder über das Toilettenpapier machen. Für die Variante mit dem Finger sollten Sie Ihre Hände sauber waschen und in die Scheide einführen. Sie werden nach ein paar Zyklen feststellen, dass sich der Zervixschleim je nach Zyklus-Zeitpunkt ändert.

Auch eine erhöhte Lust auf Sex kann unter Umständen darauf hinweisen, dass die Frau in ihren fruchtbaren Tagen ist. Des Weiteren berichten einige Frauen von einem Ziehen in der Brust und in der Bauchgegend.

Wollen Pärchen keine Kinder, sollten sie sich nicht auf diese unsicheren Zeichen verlassen. Erst, wenn Frauen wirklich täglich Temperatur messen und den Zervixschleim kontrollieren, kann man feststellen, wann die fruchtbaren Tage sind.

Was passiert, wenn die Eizelle befruchtet wird?

Wenn Frau und Mann während der fruchtbaren Tage Sex hatten, dann kann es zur Empfängnis kommen. Die befruchtete Eizelle (Spermium und Eizelle verschmelzen) kommt über den Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Von hier aus teilt sich die befruchtete Zelle immer weiter und entwickelt sich in den nächsten Monaten zu einem Baby heran. Die Zellen, die sich ganz zu Beginn teilen, entwickeln sich zum Mutterkuchen, der für das Überleben und die Versorgung des Babys zuständig ist.

Wird die Eizelle hingegen nicht befruchtet, dann sinkt der Progesteronspiegel ab und die Regelblutung beginnt dann etwa zwei Wochen darauf.

Zusammenfassung

Der weibliche Zyklus ist ein echtes Mysterium. Für Pärchen, die sich Nachwuchs wünschen, ist vor allem der Eisprung sehr wichtig. Mithilfe der NFP-Methode kann man herausfinden, wann der Eisprung stattfindet. Zu dieser Zeit platzt der Eifollikel auf und lässt die Eizelle frei. Diese wandert in den Eileiter, wo sie auf eine Befruchtung wartet. Treffen sich Samen und Eizelle, dann nistet sich die verschmolzene Eizelle in der Gebärmutter ein. Wird sie nicht befruchtet, kommt es zur Regelblutung.

Viele Frauen erkennen den Eisprung am veränderten Zervixschleim, einer erhöhten Libido und einem Ziehen in Brust- oder Bauchregion.

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