Was passiert im Körper bei Liebeskummer?

Liebeskummer zeichnet sich durch negative Gedanken und teils starken körperlichen Missempfindungen aus, die die Betroffenen als wirklich quälend empfinden. Dieser emotionale Ausnahmezustand kann im Körper des Menschen aber weitreichende Konsequenzen haben. Es entsteht ein Gefühl der Ausweglosigkeit und Verzweiflung. Der oftmals thematisierte Herzschmerz nach Trennungen ist keinesfalls nur eine Einbildung oder eine poetische Lyrik. Tatsächlich kann Liebeskummer zahlreiche körperinterne Prozesse in Gang setzen und dem Organismus somit deutlich zusetzen.

Wenn intensive Emotionen und Trennungsschmerz uns zusetzen

Liebe ist ein wunderschönes und einzigartiges Gefühl. Es gilbt wohl kaum eine intensivere Form der Wertschätzung und der Zuneigung für einen Menschen als aufrichtige Liebe. Umso schmerzhafter ist es, wenn die Gefühle schwinden und es zur Trennung kommt. Doch nicht nur in einem solchen Fall entsteht Liebeskummer, sondern auch wenn die eigenen Gefühle vom Wunschpartner unerwidert bleiben.

Liebe lässt sich aus biologischer Sicht sehr gut erklären: Hier spielen diverse Botenstoffen eine zentrale Rolle. So sorgt das Hormon Dopamin zum Beispiel dafür, dass ein Gefühl der Euphorie und der Aufregung entsteht. Es kommt zu rauschartigen Glücksgefühlen und einem tiefgehenden Wohlbefinden.

Doch auch beim Liebeskummer spielen die Hormone eine äußerst bedeutsame Rolle und rufen unterschiedliche physische Begleiterscheinungen hervor.

Den Liebesschmerz verstehen – das macht Liebeskummer mit dem Körper

Jeder Mensch fühlt Trennungsschmerz auf seine ganz individuelle Art und Weise: Der eine fühlt sich so, als ob das Herz in tausend Stücke zersplittert, wiederum ein anderer fühlt einen schweren Stein im Magen. Ein anderer ist vielleicht sehr enttäuscht, fast depressiv und leidet unter einer ausgeprägten Traurigkeit. Nicht nur zum Empfinden, sondern auch zum Liebeskummer überwinden gibt es somit mehr als nur einen Weg.

Liebeskummer versetzt den Organismus in einen starken Zustand des Stresses und der Anspannung. Liebeskummer und Trennungsschmerz unterscheidet sich im Grunde kaum vom Trauerprozess, den Menschen empfinden, wenn sie eine nahestehende und geliebte Person verloren haben. Das betrifft den Körper sowohl auf einer physischen als auch auf einer seelischen Ebene. Die Veränderungen, die Liebeskummer mit sich bringt, gleichen einer Achterbahnfahrt der Gefühle: Ein stetiges Hormon-Wechselspiel sorgt für einen zunehmenden inneren Stress und somit zu einer deutlichen körperlichen Belastung.

Hier kann Weinen eine sehr befreiende Maßnahme sein, um den Herzschmerz und den Liebeskummer zu überwinden. Besonders wichtig ist auch, sich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls dieser Zustand der inneren Anspannung, des Schmerzes und der Traurigkeit über eine längere Zeitspanne anhält. Schließlich soll es vor allem langfristig nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

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