Was muss man beachten, wenn man eine Arztpraxis gründet?

Die Motivation zu einer Arztpraxisgründung ist bei jedem Arzt grundsätzlich unterschiedlich. Die meisten Gründe haben aber finanzielle Hintergründe. Viele Ärzte sind der Ansicht, dass sie in ihrer angestellten Position nicht die Bezahlung erhalten, die ihnen im Verhältnis zu ihrer Qualifikation und den erbrachten Leistungen zusteht. Hinzu kommt häufig eine geringere Wahlfreiheit im Bereich der Behandlungsmöglichkeiten sowie ein Gefühl von Ausbeutung. In vielen Fällen ist die Motivation für eine Arztpraxisgründung aber auch einfach die Unzufriedenheit mit dem bestehenden System und die Suche nach mehr Autonomie und Selbstbestimmtheit.

1. Wie sieht die aktuelle Situation in Deutschland aus?

Die Gesundheitsbranche ist ein Wachstumsmarkt. Die Nachfrage nach ärztlichen Leistungen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen – bedingt durch die demographische Entwicklung, aber auch weil Patienten immer anspruchsvoller werden. Aktuell sind rund 162.000 Arztpraxen in Deutschland tätig (Quelle: Bundesärztekammer), davon etwa 70 Prozent allgemeinmedizinische Praxen und 30 Prozent Facharztpraxen. Dieses Verhältnis hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.

2. Worauf sollte man bei der Gründung einer Arztpraxis achten?

Es gibt einige wichtige Punkte, die man bei der Gründung einer Arztpraxis beachten sollte. Zunächst sollte man sich überlegen, in welchem Bereich man tätig sein möchte. Danach muss man sich um die finanziellen Mittel kümmern und einen Businessplan erstellen. Auch die Standortwahl ist sehr wichtig, denn die Praxis sollte möglichst zentral und gut erreichbar sein. Zu guter Letzt sollte man sich auch Gedanken über die Organisation der Praxis machen.

Fazit: Lohnt sich die Arztpraxisgründung?

Viele Menschen träumen davon, eine eigene Arztpraxis zu eröffnen. Doch ist dies wirklich die richtige Entscheidung? Hierbei sollte man nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch die persönlichen berücksichtigen. Denn eine Praxisgründung ist mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden. Zudem muss man sich überlegen, ob man bereit ist, den hohen Kostenaufwand zu stemmen und in welchem Umfang man selbst praktizieren möchte. Allerdings kann eine Praxisgründung auch sehr lohnenswert sein: So hat man die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wieviel Zeit man in die Praxis investieren möchte und kann sich den Aufwand so gut einteilen. Außerdem kann man sich so seinen Patienten widmen, wie es für beide Seiten am angenehmsten ist und somit eine optimale Behandlung gewährleistet wird. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass eine Arztpraxisgründung viel Vor- aber auch Nachteile mit sich bringt. Am Ende entscheidet jedoch jeder für sich selbst, ob er den Schritt wagen möchte oder nicht.

 

Wachstum des Gesundheitsmarktes in Deutschland

1. Gesundheitsmarkt Deutschland – Zahlen, Daten, Fakten

Der Gesundheitsmarkt in Deutschland ist einer der größten in Europa. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens IMS Health wurden im Jahr 2016 rund 253,8 Milliarden Euro für Gesundheitsausgaben aufgwendet – das entspricht einem Anteil von 10,6 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Gesundheitsausgaben pro Kopf betrugen im selben Jahr 3.160 Euro. Die Zahl der gesetzlich Krankenversicherten (GKV) lag Ende 2016 bei rund 66 Millionen Menschen. Damit sind rund 86 Prozent der Bevölkerung in Deutschland krankenversichert – ein historischer Höchststand. Die Zahl der privat Krankenversicherten (PKV) belief sich auf etwa 9,4 Millionen Menschen. Laut dem Gesundheitsmonitor 2018 des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sind die Deutschen zunehmend zufrieden mit ihrer Gesundheit: 65 Prozent der Befragten gaben an, sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrer Gesundheit zu sein. Das ist ein Anstieg um 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Menschen, die Angst vor Krankheit haben, ist weiter gesunken: Nur noch jeder Dritte (34 Prozent) macht sich Sorgen um seine Gesundheit – das sind 8 Prozentpunkte weniger als noch im Jahr 2016.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung gibt es in Deutschland auch Herausforderungen beim Thema Gesundheit. So leiden immer mehr Menschen an chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Laut Schätzungen leiden in Deutschland derzeit rund 18 Millionen Menschen an einer Depression – das entspricht einem Anteil von 22 Prozent der Bevölkerung.

2. Die wichtigsten Akteure auf dem deutschen Gesundheitsmarkt

Der Gesundheitsmarkt in Deutschland ist sehr vielfältig und komplex. Dabei spielen viele verschiedene Akteure eine Rolle, von Pharmaunternehmen und Krankenkassen bis hin zu Ärzten und Patienten. Jeder dieser Akteure hat unterschiedliche Interessen und Ziele, die oft miteinander im Wettbewerb stehen. Pharmaunternehmen sind auf dem deutschen Gesundheitsmarkt besonders aktiv. Sie stellen die meisten Medikamente her und versuchen, diese an Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken zu verkaufen. Pharmaunternehmen sind jedoch nicht immer erfolgreich, da sie häufig mit hohen Preisen für ihre Produkte konfrontiert sind. Krankenkassen haben ebenfalls einen großen Einfluss auf den deutschen Gesundheitsmarkt. Sie entscheiden, welche Leistungen sie ihren Versicherten erstatten wollen oder ob bestimmte Behandlungsmethoden überhaupt gecovered sind. Auch hier gibt es natürlich unterschiedliche Interessenslagen – Krankenkassen versuchen in der Regel, Kostenzahlen niedrig zu halten, während Patient/-innen oft versuchen so viel wie möglich abgedeckt zu bekommen.

3. Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich

Gesundheit ist ein wichtiges Gut – für jeden Menschen. In Deutschland gibt es ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, das im internationalen Vergleich sehr gut abschneidet. Das deutsche Gesundheitssystem garantiert allen Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende medizinische Versorgung. Die Leistungen des Systems sind vielfältig und reichen von der Vorsorge über die Diagnostik und Behandlung bis zur Rehabilitation.

4. Herausforderungen des deutschen Gesundheitsmarktes

Der deutsche Gesundheitsmarkt ist ein komplexes System, das sich aus vielen verschiedenen Akteuren und Interessengruppen zusammensetzt. In den letzten Jahren haben sich einige Herausforderungen für den Gesundheitsmarkt ergeben, die es zu lösen gilt. Eine der größten Herausforderungen ist die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Dies ist hauptsächlich auf die demografische Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Die Bevölkerung wird immer älter und damit auch die Anzahl der Menschen, die chronische Krankheiten haben oder pflegebedürftig sind, steigt. Gleichzeitig gibt es einen Trend hin zu mehr Prävention und Wellness. Immer mehr Menschen möchten prophylaktisch gesund bleiben und ihre Lebensqualität verbessern. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zunahme der Kosten für Gesundheitsleistungen. Dies ist vor allem auf die steigenden Preise für Arzneimittel und medizinische Geräte zurückzuführen. Aber auch die Löhne in der Gesundheitsbranche sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies alles hat dazu geführt, dass die Gesundheitsausgaben in Deutschland immer weiter steigen. Die Herausforderungen des deutschen Gesundheitsmarktes sind also vielfältig und komplex. Umso wichtiger ist es, dass alle Akteure – vom Staat über die Krankenkassen bis hin zu den Ärzten und Patienten – an einem Strang ziehen, um das System fit für die Zukunft zu machen.

 

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