Das solltest du beim Medizinstudium beachten!

Zum kommenden Wintersemester starten wieder gut 9.000 Studierende der Medizin ihr erstes Semester. Aufregung und Freude sind groß. Doch was hält das Medizinstudium für die angehenden Erstsemester bereit und wie bereiten diese sich auf die kommenden Herausforderungen am besten vor?

Ein paar Monate bleiben noch zum Durchatmen, doch dann fängt für viele junge Menschen in Deutschland ein komplett neuer Lebensabschnitt an. Das Wintersemester 2019/2020 beginnt und damit starten auch gut 9.000 Studierende ihr erstes Semester des Medizinstudiums. Doch was genau erwartet die zukünftigen Mediziner und Medizinerinnen und wie werden sie mit den Herausforderungen am besten fertig?

Ein Leben mit Entbehrungen?

Studierende sind in den meisten Fällen auf Elternunterhalt, BAföG oder Studienkredite angewiesen, um sich zu finanzieren. Minijobs im Café, Supermarkt oder Lager bieten die Möglichkeit, das monatlich verfügbare Geld ein wenig aufzustocken, doch ist das Studium der Medizin sehr zeitaufwendig. Gerade die Vorklinik, also die ersten vier Semester des Medizinstudiums, haben es in sich.

Studierende sollten sich daher erstmal mit den Vorlesungen, Seminaren, Praktika und dem Lernen beschäftigen, statt nebenbei arbeiten zu gehen. Um dennoch über die Runden zu kommen, ist es wichtig, richtig zu sparen:

  • Kostenlose Angebote wahrnehmen

Ob Ersti-Tüte oder gesponsertes Schreibmaterial von Pharmakonzernen. Besonders Studierende der Medizin werden mit Werbegeschenken überhäuft. Vielleicht mögen die Logos der Konzerne stören, doch ist das Equipment kostenlos und erfüllt denselben Zweck wie Kugelschreiber und Collegeblöcke aus dem Schreibwarenladen. Im Internet lassen sich auch viele kostenlose Produkte finden. Schnäppchen gibt es beispielsweise auf Mein-deal.com, ebenso wie Gratisproben Medizin .

 

  • Begrüßungsgeld

Studierende, die für ihr Studium in eine neue Stadt gezogen sind, können oft ein Begrüßungsgeld beantragen. Viele deutsche Städte bieten einen sogenannten Zuzugsbonus in Höhe von 50 Euro bis 250 Euro.

 

  • Bücher leihen statt kaufen

Die meisten Lehrbücher der Medizin sind sehr kostspielig, daher ergibt es mehr Sinn, diese auszuleihen, anstatt sie zu kaufen. Natürlich ist es schön. eine eigene Heimbibliothek zu haben, um auf den Stoff vergangener Semester zurückgreifen zu können, doch reichen für die wichtigsten Informationen auch sorgfältig angelegte Mitschriften aus Vorlesungen und Seminaren.

 

Richtiges Lernen will gelernt sein

Histologie, Biologie, Pharmazie, Biochemie, Physik, Anatomie, Physiologie, Psychologie, Chemie und Soziologie regieren in den ersten vier Semestern des Medizinstudiums den Stundenplan. Zudem wird schon in einem Studienmonat der Stoff eines ganzen Schuljahres vermittelt. Die Menge des vermittelten Wissens ist anfangs überwältigend, doch ist es keineswegs unmöglich, ausreichend Wissen zu generieren und die Klausuren zu bestehen.

  • Lernplan erstellen

Um am Lernpensum nicht zu verzweifeln, ist es wichtig, einen übersichtlichen und realistischen Lernplan zu erstellen. Hier sollte der Stoff in überschaubare und gut zu erlernenden Portionen geteilt werden. Tage zum Regenerieren dürfen natürlich nicht vergessen werden.

 

  • Kontinuierlich lernen

Viele Studierende setzen sich erst einige Tage vor einer Klausur an ihr Lernmaterial. Das mag zwar oft reichen, um eine Prüfung zu bestehen, doch ist dies mit starkem Stress verbunden und der erlernte Stoff wird bei diesem „Bulimie-Lernen“ schon nach wenigen Tagen vergessen. Stattdessen sollte kontinuierlich am Stoff gearbeitet werden. Am besten ist es, ein neues Thema anfangs intensiv zu bearbeiten und mit der Zeit immer zu wiederholen. Dabei wird sichergestellt, dass die Informationen im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden und in späteren Semestern wieder abgerufen werden können.

 

  • Studierende aus älteren Jahrgängen befragen

Die Fragen der Studierenden im ersten Semester sind oft dieselben:

– Was erwartet mich?

– Was muss ich lernen?

– Wie sehen die Prüfungen aus?

Zum Glück gibt es in der Fakultät etliche Studierende älterer Jahrgänge, die all das, was einen selbst erwartet, schon durchgemacht haben und den Neulingen oft gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

  • Mithilfe von Kurzlehrbüchern lernen

Zu Anfang einer jeden Vorlesung und eines jeden Seminares stellen die Dozierenden Literatur vor, die für das jeweilige Fach geeignet ist. Ganz oben befinden sich meistens 1.000 Seiten dicke Wälzer, die zwar als Referenz für das Fach gelten, jedoch viel zu detailliert sind, um sie im Verlauf eines Semesters zu bearbeiten. Die Lehrbücher eignen sich, um tiefer in den Stoff einzudringen, doch zum Lernen sind Kurzlehrbücher sinnvoller.

 

  • Richtigen Platz zum Lernen finden

Nicht jeder Ort ist gleich gut zum Lernen geeignet. Besonders zuhause sind die Möglichkeiten sich abzulenken vielfältig, was am Ende des Tages nicht nur die potentielle Lernzeit beschränkt, sondern auch deren Effektivität. Daher gehen viele Studierende in die Bibliothek. Hier gibt es die benötige Literatur, angenehme Arbeitsplätze und eine gute Atmosphäre zum Lernen. Es ist ebenso sinnvoll, die Orte immer wieder zu wechseln. Die neue Umgebung stimuliert Nervenzellen und hilft dabei, gelernte Informationen besser abzuspeichern.

  • Mithilfe von Multiple-Choice-Aufgaben üben

Die meisten Prüfungen in der Vorklinik werden im Multiple-Choice-Stil abgefragt. Was anfangs trivial wirken mag, ist bei weitem komplexer und vor allem irreführender, als die meisten Studenten sich vorstellen. Die Fragestellungen sind komplex und die Antwortmöglichkeiten unterscheiden sich oft nur in ganz speziellen Formulierungen. Selbst mit guter Vorbereitung werden dadurch Klausuren zum Hindernislauf. Daher sollten Studierende besonders das Lösen von Multiple-Choice-Aufgaben lernen, um sich an die Art der Fragestellung zu gewöhnen.

Leben nicht vergessen!

Bei dem ganzen Arbeitspensum, das das Studium zu bieten hat, sollten Studierende jedoch nicht das eigene Leben vergessen. Freie Tage sollten ebenso eingeplant werden wie Arbeitstage in der Bibliothek. Ob in der Sonne, auf dem Sportplatz oder im Café, Freizeit ist nicht nur erholsam und macht das Leben erst lebenswert, sondern ist auch nötig, um die geistigen Kräfte wiederaufzufrischen.

Studierende haben hierbei viele Möglichkeiten, kostenlos oder gegen wenig Geld ihre Freizeit zu gestalten. Universitäten bieten kostenlose Sprachkurse an, über den Hochschulsport können kostenfreie Sportkurse gebucht werden und die Tickets für Konzerte, Theater, Kino etc. sind fast überall für Studierende ermäßigt.

Besonders die ersten Semester des Medizinstudiums werden hart werden, doch haben sie auch viel Schönes zu bieten. Der Lehrstoff ist interessanter und zielgerichteter als in der Schule, es bieten sich viele neue Aktivitäten und Orte und es eröffnet sich eine neue Welt voller interessanter Menschen.

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